Liebend...





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Freundschaft mit Jesus
Wir müssen leider feststellen, dass die neuen Technologien und die Massenmedien in der heutigen Zeit nicht immer die persönlichen Beziehungen, den aufrichtigen Dialog und die Freundschaft unter den Menschen fördern; nicht immer helfen sie dabei, das innere Leben der Beziehung mit Gott zu pflegen. Für euch, das weiss ich wohl, stellen Freundschaft und Kontakte zu den Mitmenschen, vor allem zu euren Altersgenossen, einen wichtigen Teil des Alltagslebens dar. Es ist notwendig, dass ihr Jesus als einen eurer liebsten Freunde, ja als euren besten Freund, betrachtet. Dann werdet ihr sehen, wie die Freundschaft mit ihm euch dazu führen wird, euch den anderen gegenüber zu öffnen, sie als Geschwister zu betrachten und zu jedem eine aufrichtige freundschaftliche Beziehung zu unterhalten. In der Tat ist Jesus Christus die "fleischgewordene Liebe Gottes" (vgl. Deus caritas est, 12), und nur in ihm kann man die Kraft finden, den Brüdern und Schwestern menschliche Zuneigung und übernatürliche Liebe zu schenken in einem Geist des Dienens, der seinen Ausdruck vor allem im Verständnis findet. Es ist grossartig, sich vom anderen verstanden zu wissen und auch selbst anzufangen, den anderen zu verstehen.
Ansprache an die Teilnehmer am Internationalen Hochschulkongress, 10. April 2006



Freundschaft mit Gott
Jeder Christ ist eingeladen, Gottes Freund zu sein und durch seine Gnade die eigenen Freunde zu ihm zu ziehen. Die apostolische Liebe wird auf diese Weise zu einer wahren Leidenschaft, die ihren Ausdruck in der Weitergabe des in Jesus gefundenen Glücks an andere Menschen findet.
Ansprache an die Teilnehmer am Internationalen Hochschulkongress, 10. April 2006



Gelungenes Leben
Im Herzen jedes Menschen, liebe Freunde, gibt es den Wunsch nach einem Haus. Vor allem ein junges Herz sehnt sich nach einem eigenen dauerhaften Zuhause, in das man nicht nur mit Freude zurückkehren, sondern in dem man ebenso mit Freude jeden Gast empfangen kann. Es ist die Sehnsucht nach einem Haus, in dem Liebe, Vergebung und die Notwendigkeit des Verständnisses das tägliche Brot sind und in dem die Wahrheit die Quelle ist, aus der der Frieden des Herzens strömt. Es ist die Sehnsucht nach einem Haus, auf das wir stolz sein können, dessen wir uns nicht schämen und dessen Einsturz wir nie beklagen müssen. Diese Sehnsucht ist nichts anderes als der Wunsch nach einem erfüllten, glücklichen und gelungenen Leben. Fürchtet euch nicht vor diesem Wunsch! Versucht nicht, vor ihm zu fliehen! Lasst euch nicht entmutigen angesichts eingestürzter Häuser, unerfüllter Wünsche und geschwundener Sehnsucht. Der Schöpfergott, der in ein junges Herz das unermessliche Verlangen nach Glückseligkeit legt, wird es anschliessend nicht allein lassen beim mühevollen Aufbau jenes Hauses, das sich Leben nennt.
Ansprachen bei der Begegnung mit den Jugendlichen in Krakau, 27. Mai 2006


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Dienst anbieten
Der Christ begnügt sich nicht mit Worten und auch nicht mit trügerischen Ideologien, sondern kommt den Bedürfnissen des Nächsten entgegen, indem er wirklich sich selbst einsetzt, ohne sich mit einer gelegentlichen guten Tat zufrieden zugeben. Jungen Menschen praktische Erfahrungen im Dienst an bedürftigen und notleidenden Mitmenschen anzubieten gehört somit zu einer authentischen und vollständigen Glaubenserziehung. Wie das Bedürfnis zu lieben so gehört auch das Verlangen nach Wahrheit zur Natur des Menschen. Daher kann die Frage nach der Wahrheit bei der Erziehung der jungen Generationen sicher nicht umgangen werden, vielmehr muss sie eine zentrale Stellung einnehmen.
Ansprachen bei der Eröffnung der Pastoraltagung der Diözese Rom, 5. Juni 2006



Das Leben nicht vergeuden
Die Jahre, die ihr durchlebt, sind die Jahre, die eure Zukunft vorbereiten. Das "Morgen" hängt sehr davon ab, wie ihr das "Heute" der Jugend lebt. Vor euren Augen, meine lieben Jugendlichen, liegt ein Leben, von dem wir wünschen, dass es lang sein möge; es ist jedoch nur eines, ein einziges: Lasst nicht zu, dass es nutzlos vorübergeht, vergeudet es nicht. Lebt mit Begeisterung, mit Freude, aber vor allem mit Verantwortungsbewusstsein.
Ansprache an die Jugendlichen im Stadion von Pacaembu, Brasilien, 10. Mai 2007



Freundschaft mit Ihm
Einen besonderen Gruss richte ich nun an euch, liebe Jugendliche, [...]. Liebe Freunde, der auferstandenen Christus erneuert an jeden von euch seine Einladung, ihm nachzufolgen. Zögert nicht, euch ihm anzuvertrauen: Begegnet ihm, hört auf ihn, liebt ihn mit eurem ganzen Herzen; in der Freundschaft mit ihm werdet ihr die wahre Freude erfahren, die dem Leben Sinn und Wert verleiht.
Ansprache bei der Ankunft in Vigevano, 21. April 2007


Dem Ruf folgen
Die Jugendlichen fürchten sich nicht vor dem Opfer, wohl aber vor einem Leben ohne Sinn. Sie sind empfänglich für den Ruf Christi, der sie einlädt, ihm zu folgen. Sie können auf diesen Ruf als Priester, als Ordensmänner und Ordensfrauen oder als Familienväter und -mütter antworten, die sich mit ihrer ganzen Zeit und ihrer Hingabefähigkeit, mit ihrem ganzen Leben vollständig dem Dienst an ihren Brüdern und Schwestern widmen.
bild Die jungen Menschen müssen sich dem Leben als einer ständigen Entdeckung stellen, ohne sich von den gängigen Modeerscheinungen oder Denkweisen umgarnen zulassen, sondern indem sie mit einer tiefen Neugier auf den Sinn des Lebens und das Geheimnis Gottes, des Vaters und Schöpfers, und seines Sohnes, unseres Erlösers, innerhalb der menschlichen Familie vorangehen. Sie müssen sich auch um eine ständige Erneuerung der Welt im Lichte des Evangeliums bemühen. Mehr noch müssen sie sich den leichtfertigen Vorspiegelungen raschen Glücks und den trügerischen Lustgefilden der Droge, des Vergnügens, des Alkohols sowie jeder Form von Gewalt widersetzen.
Ansprache bei der V. Generalversammlung der Bischofskonferenzen von Lateinamerika, 13. Mai 2007



Nur der Unendliche kann das Herz erfüllen
Heute besteht zudem die Möglichkeit, sich weit über die eigene Stadt hinaus zu vergnügen. Die Veranstaltungen an den Wochenenden ziehen viele Jugendlichen an. Man kann auch "virtuell" im Internet "umherziehen" auf der Suche nach Informationen oder Kontakten jeder Art. Leider gibt es auch Jugendliche- und es sind viele, zu viele! -, die ebenso oberflächliche wie zerstörerische geistige Welten in den künstlichen Paradiesen der Droge suchen. Wie sollte man nicht sehen, dass viele junge Menschen – und auch weniger junge Menschen – versucht sind, dem Leben des jungen Franziskus zu folgen, das er vor seiner Bekehrung geführt hat? Hinter dieser Art zu leben stand die Sehnsucht nach Glück, die es in jedem menschlichen Herzen gibt. Aber konnte dieses Leben wahre Freude schenken? Franziskus hat sie sicher nicht gefunden. Ihr selbst, liebe Jugendliche, könnt aufgrund eurer eigenen Erfahrung diese Tatsache überprüfen. Die Wahrheit ist, dass die endlichen Dinge eine Ahnung von der Freude vermitteln können aber nur der Unendliche kann das Herz erfüllen: Das hat ein anderer grosser Bekehrter gesagt, der hl. Augustinus: " du hast uns auf dich hin geschaffen, oh Herr, und ruhelos ist unser Herz, bis es ruhet in dir" (Confess.1,1).
Ansprache bei der Begegnung mit den Jugendlichen in Assisi, 17. Juni 2007


Imagepflege
In der Eitelkeit, in dem Wunsch aufzufallen, gibt es etwas, das uns in irgendeiner Weise alle betrifft. Heute pflegt man von der "Imagepflege" oder "Imagesuche" zu sprechen. Um ein Minimum an Erfolg haben zu können, ist es nötig, sich in den Augen der anderen mit etwas Aussergewöhnlichem, Originellem Geltung zu verschaffen. In beschränktem Mass kann dies ein Ausdruck des unschuldigen Wunsches sein, gut aufgenommen zu werden. Aber oft schleicht sich der Stolz ein, die übertriebene Suche nach uns selbst, der Egoismus und der Wille zu herrschen. In Wirklichkeit ist es eine tödliche Falle, das Leben auf sich selbst zu konzentrieren: Wir können nur wir selbst sein, wenn wir uns der Liebe öffnen, indem wir Gott und unsere Brüder und Schwestern lieben.
Ansprache bei der Begegnung mit den Jugendlichen in Assisi, 17. Juni 2007



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Sie wollen Grossherzigkeit zeigen
Wenn die Jugendlichen spüren, dass sie in ihrer Freiheit geachtet und ernstgenommen werden, dann sind sie trotz ihres Wankelmuts und ihrer Schwachheit durchaus bereit, sich von anspruchsvollen Abgeboten hinterfragen zu lassen, und sie fühlen sich von diesen sogar angezogen und sind oft fasziniert. Sie wollen auch ihre Grossherzigkeit zeigen in der Hingabe an die grossen und ewigen Werte, die dem Leben zugrunde liegen.
Ansprache bei der Eröffnung der Pastoraltagung der Diözese Rom, 11. Juni 2007



Vereint sein mit allen Jugendlichen der ganzen Welt
Welch ein wunderbares Ereignis des jungen und mitreissenden Glaubens erleben wir an diesem Abend! Dank euch ist Loreto heute abend zur geistlichen Hauptstadt der Jugendlichen geworden - zu einem Zentrum, zu dem im Geiste die Scharen Jugendlicher hinströmen, die die fünf Kontinente bevölkern. In diesem Augenblick fühlen wir uns gleichsam umgeben von den Erwartungen und Hoffnungen von Millionen Jugendlicher auf der ganzen Welt: Jetzt zu dieser Stunde, wachen einige, andere schlafen, wieder andere studieren oder arbeiten; einige hoffen, andere sind verzweifelt, einige glauben und andere können nicht glauben, einige lieben das Leben und andere dagegen werfen es fort. Ich möchte dass sie alle dieses mein Wort erreicht: Der Papst ist bei euch, er teilt eure Freuden und euer Leid, vor allem teilt er die tiefsten Hoffnungen, die in eurem Herzen sind, und für jeden bittet er den Herrn um die Gabe eines erfüllten und glücklichen Lebens, eines Lebens, das reich ist an Sinn, eines wahren Lebens.
Ansprache bei der Vigil am Internationalen Jugendtreffen im Loreto, 1. September 2007



Die unwandelbaren Wahrheiten verkünden
Liebe junge Freunde, wie die sieben "vom Geist und der Weisheit erfüllten Männer", denen die Apostel die Sorge für die junge Kirche anvertrauten, so möget auch ihr aufstehen und die Verantwortung wahrnehmen, vor die euch der Glaube an Christus stellt. Möget ihr den Mut finden, Christus zu verkündigen, der derselbe ist "gestern, heute und in Ewigkeit", und die unwandelbaren Wahrheiten, die ihr Fundament in ihm haben (vgl. Gaudium et spes. 10, Hebr 13,8):
bild Es sind Wahrheiten, die uns frei machen! Es handelt sich um die einzigen Wahrheiten, die die Achtung der Würde und der Rechte jedes Mannes, jeder Frau und jedes Kindes in der Welt gewährleisten können, eingeschlossen die der Schutzlosesten unter den Menschen, der noch Ungeborenen im Mutterschoss.
Predigt bei der Messe im "Yankee-Stadium" von New York, 20. April 2008



Dem Weg der Liebe folgen
Euer persönliches Gebet, euere Zeiten stiller Betrachtung und eure Teilnahme an der Liturgie der Kirche bringen euch näher zu Gott und bereiten euch auch darauf vor, den anderen zu dienen. Die Heiligen, die uns heute abend begleiten, zeigen uns, das das Leben des Glaubens und der Hoffnung auch ein Leben der Liebe ist. Indem wir Jesus am Kreuz betrachten, sehen wir die Liebe in ihrer radikalsten Form. Wir können beginnen, uns den Weg der Liebe vorzustellen, auf dem wir gehen sollen (vgl. Deus caritas est, 12). Die Gelegenheiten, diesem Weg zu folgen, sind reichlich vorhanden. Blickt um euch mit den Augen Christi, hört mit seinen Ohren, fühlt und denkt mit seinem Herzen und mit seinem Geist.
Seid ihr bereit, alles für die Wahrheit und die Gerechtigkeit zu geben, wie er es tat? Viele Formen des Leidens, auf die unsere Heiligen mit Mitgefühl reagiert haben, sind immer noch hier in dieser Stadt und in der Umgebung zu finden. Und neue Formen der Ungerechtigkeit sind entstanden: einige sind komplex und haben ihre Ursache in der Ausnutzung des Herzens und in der Manipulation des Geistes; auch unser gemeinsamer Lebensraum, die Erde, ächzt unter der Last konsumistischer Habgier und unverantwortlicher Ausbeutung. Wir müssen genau hinhören. Wir müssen mit einem erneuerten sozialen Handeln antworten, das der universalen Liebe entspringt, die keine Grenzen kennt. Auf diese Weise sind wir sicher, dass unsere Werke der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit sich vollziehende Hoffnung für andere werden.
Ansprache an die Jugendlichen und Seminaristen im New Yorker Priesterseminar "Saint Joseph", 19. April 2008



Es ist schön jung zu sein
Im Herzen müssen wir alle jung bleiben! Es ist schön, jung zu sein, und heute wollen alle jung sein, jung bleiben und sich als Jugendliche ausgeben, auch wenn die Zeit der Jugend vorbei ist, sichtbar vorbei ist. Und ich frage mich - ich habe darüber nachgedacht -, warum ist es schön, jung zu sein? Woher stammt der Wunsch nach ewiger Jugend? Mir scheint, es gibt hier zwei entscheidende Elemente. Die Jugend hat noch die ganze Zukunft vor sich, alles ist Zukunft, Zeit der Hoffnung. Die Zukunft ist voller Verheissungen.
Wenn wir ehrlich sind, müssen wir sagen, dass sich vielen die Zukunft auch dunkel darstellt, voller Bedrohungen. Man weiss es nicht: Werde ich einen Arbeitsplatz finden? Werde ich eine Wohnung finden? Werde ich die Liebe finden? Wie wird meine wahre Zukunft sein? Und angesichts dieser Bedrohungen kann die Zukunft auch wie eine grosse Leere erscheinen. Daher wollen heute nicht wenige aus Angst vor einer leeren Zukunft die Zeit anhalten. Sie wollen sofort alles Schöne im Leben konsumieren. Und so ist das Öl in der Lampe verbraucht, wenn das Leben eigentlich erst beginnen sollte.
Ansprache bei der Begegnung mit den Jugendlichen in Genua, 18. Mai 2008



Jesus ist der Freund der euch niemals verrät
Jung zu sein bedeutet gut und grossherzig zu sein. Und wieder ist die Güte in Person Jesus Christus. Jener Jesus, den ihr kennt und den euer Herz sucht. Er ist der Freund, der euch niemals verrät, treu bis zur Hingabe seines Lebens am Kreuz. Ergebt euch seiner Liebe.
Ansprache bei der Begegnung mit den Jugendlichen in Genua, 18. Mai 2008



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Christus kennenlernen
Doch wie kann man lieben, eine Freundschaft zu jemandem aufbauen, den man nicht kennt? Das Kennenlernen drängt zur Liebe, und die Liebe regt zum Kennenlernen an. So ist es auch mit Christus. Um die Liebe zu Christus zu finden, um ihn wirklich als Gefährten unseres Lebens zu finden, müssen wir ihn vor allem kennenlernen. Wie jene beiden Jünger ihn genauer kennenlernen wollen, die ihm nach den Worten des Täufers folgen und schüchtern sagen: "Rabbi, wo wohnst du?" Jesus selbst unterscheidet in einem Gespräch mit den Jüngern: "Für wen halten mich die Menschen?", wobei er sich auf diejenigen bezieht, die ihn von weitem, sozusagen " aus zweiter Hand" kennen, und "Ihr aber, für wen haltet ihr mich?", wobei er sich auf diejenigen bezieht, die ihn "aus erster Hand" kennen, da sie mit ihm gelebt haben und wirklich bis in sein innerstes Leben vorgedrungen sind, so weit, dass sie sogar Zeugen seines Gebets, seines Dialogs mit dem Vater waren. So ist es auch für uns wichtig, dass wir uns nicht einfach auf die Oberflächlichkeit der vielen Menschen beschränken, die etwas von ihm gehört haben - dass er eine wichtige Persönlichkeit war usw - ,sondern in eine persönliche Beziehung eintreten, um ihn wirklich kennenzulernen. Und das erfordert die Kenntnis der Schrift, vor allem der Evangelien, wo der Herr mit uns spricht.
Ansprache bei der Begegnung mit den Jugendlichen in Genua, 18. Mai 2008



Wir können die Gleichgültigkeit überwinden
Nur so, indem wir Jesus persönlich kennenlernen, können wir diese unsere Freundschaft auch den anderen mitteilen. Wir können die Gleichgütigkeit überwinden. Denn auch wenn diese unbesiegbar erscheint - tatsächlich scheint es manchmal, als brauche die Gleichgültigkeit Gott nicht -, so wissen doch in Wirklichkeit alle, dass in ihrem Leben etwas fehlt. Erst nachdem sie Jesus entdeckt haben, wird ihnen klar: "Das war es, worauf ich gewartet habe", und wir können, je enger wir wirklich mit Jesus befreundet sind, desto besser auch den anderen das Herz öffnen, damit auch sie wirklich jung werden, da sie dann eine grosse Zukunft vor sich haben.
Ansprache bei der Begegnung mit den Jugendlichen in Genua, 18. Mai 2008



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Gott ist die Liebe
In der Liebe und nur in der wahren Liebe findet sich der Schlüssel jeder Hoffnung, denn die Liebe wurzelt in Gott. Wir lesen in der Bibel: "Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe" (1 Joh 4,16). Und die Liebe hat das milde und mitleidvolle Antlitz Jesu Christi. Wir sind damit im Herzen der christlichen Botschaft angelangt: Christus ist die Antwort auf eure Fragen und Probleme; in ihm erhält jedes aufrichtige Streben des Menschen seinen Wert. Christus ist jedoch anspruchsvoll und duldet keine halben Sachen. Er weiss, dass er auf eure Grossherzigkeit und Kohärenz zählen kann: aus diesem Grund erwartet er viel von euch. Folgt ihm treu nach und, um ihm begegnen zukönnen, liebt seine Kirche, fühlt euch für sie verantwortlich, flüchtet nicht davor, jeder in seinem Lebensumfeld mutige Protagonisten zu sein!
Ansprache bei der Begegnung mit den Einwohnern der Stadt Brindisi, 14. Juni 2008



Lasst euch innerlich verwandeln
Während der Wandlung, einem besonders eindringlichen Augenblick der Eucharistie, weil wir des Opfers Christi gedenken, seid ihr aufgerufen, Jesus, den Herrn, zu betrachten, wie der hl. Thomas: "Mein Herr und mein Gott" (Joh 20,28). Nachdem ihr das Wort Gottes empfangen und euch von seinem Leib gespeist habt, lasst euch innerlich verwandeln und von ihm eure Sendung empfangen. Er sendet euch nämlich in die Welt, damit ihr Träger seines Friedens und Zeugen seiner Liebesbotschaft seid. Habt keine Angst, den Jugendlichen eures Alters Christus zu verkünden! Zeigt ihnen, dass Christus weder euer Leben noch eure Freiheit beeinträchtigt; im Gegenteil, zeigt ihnen, dass er euch das wahre Leben schenkt, dass er euch frei macht, um gegen das Böse zu kämpfen und aus eurem Leben etwas Schönes zu machen.
Videobotschaft an die in Québec versammelten Jugendlichen, 21. Juni 2008



Ein Leben unter dem Blick Christi
Vergesst nicht, dass die sonntägliche Eucharistiefeier eine von Liebe erfüllte Begegnung mit dem Herrn ist, ohne den wir nichts tun können. Wenn ihr ihn wie die Emmausjünger "am Brechen des Brotes" erkennt, werdet ihr seine Gefährten werden. Er wird euch helfen zu wachsen und euer Bestes zu geben. Denkt daran, dass im Brot der Eucharistie Christus wirklich, vollständig und substantiell gegenwärtig ist. Ihr werdet ihm daher im Geheimnis der Eucharistie, bei der Messe und während der stillen Anbetung vor dem Allerheiligsten Altarsakrament in einer privilegierten Weise begegnen. Durch die Öffnung eures Seins und eures ganzen Lebens unter dem Blick Christi werdet ihr nicht zerbrechen - im Gegenteil. Ihr werdet entdecken, dass ihr unendlich geliebt werdet. Ihr werdet die Kraft erhalten, die ihr braucht, um euer Leben aufzubauen und die Entscheidungen zu treffen, die sich euch täglich stellen.
Videobotschaft an die in Québec versammelten Jugendlichen, 21. Juni 2008



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Jesus gibt uns alles
Vor dem Herrn, in der Stille des Herzens mögen sich manche von euch dazu gerufen fühlen, ihm auf eine radikalere Weise, im Priesteramt oder im geweihten Leben, zu folgen. Habt keine Angst, diesem Ruf zu folgen und ihn voll Freude zu erwidern. Wie ich zu Beginn meines Pontifikats sagte, nimmt Gott denen, die sich ihm schenken, nichts weg. Im Gegenteil, er gibt ihnen alles. Er holt das Beste, das in jedem von uns vorhanden ist hervor, so dass unser Leben wirklich blühen kann.
Videobotschaft an die in Québec versammelten Jugendlichen, 21. Juni 2008



Jesus ist dir nahe
Heute Abend möchte ich auch diejenigen einschliessen, die nicht unter uns zugegen sind. Ich denke vor allem an die Kranken oder geistig Behinderten, an die Jugendlichen im Gefängnis, an diejenigen, die sich am Rande unserer Gesellschaften abmühen, und an jene, die sich, aus was für Gründen auch immer, der Kirche entfremdet fühlen. Zu ihnen sage ich: Jesus ist dir nahe! Spüre seine heilende Umarmung, sein Mitleid und seine Barmherzigkeit!
Ansprache bei Willkommensfeier auf den Hafengelände in Sydney,17. Juli 2008



Wählt das Leben!
Liebe junge Freunde, meine Botschaft an Euch ist heute dieselbe, die Mose vor so vielen Jahren verkündete. "Wählt das Leben, damit ihr und eure Nachkommen in der Liebe des Herrn eures Gottes leben könnt." Lasst euch von seinem Geist auf den Weg des Lebens leiten, so dass ihr seinen Geboten gehorcht, seinen Lehren folgt, die Abwege, die nur zum Tod führen, hinter Euch lasst und euch für eine lebenslange Freundschaft mit Jesus Christus engagiert. In der Kraft des Heiligen Geistes wählt das Leben und wählt die Liebe und bezeugt vor der Welt die Freude, die das mit sich bringt.
Ansprache an die Jugendlichen der Wiedereingliederungsgemeinschaft der Universität "Notre Dame", 18. Juli 2008



Der Heilige Geist ist durch euch am Werk
Liebe junge Freunde. Wir haben gesehen, dass es der Heilige Geist ist, der die wunderbare Gemeinschaft der Gläubigen in Christus zustande bringt. Getreu seinem Wesen als Geber und Gabe zugleich, ist er auch jetzt durch euch am Werk. Inspiriert durch die Einsichten des Hl. Augustinus, lasst die einende Liebe euer Massstab sein; die bleibende Liebe Eure Herausforderung, die sich selbst verschenkende Liebe Euer Auftrag!
Ansprache bei Gebetsvigil in Sydney, 19. Juli 2008



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Setzt die Gaben frei!
Wenn Ihr die Kraft des heiligen Geistes annehmt, könnt auch Ihr Eure Familien Gemeinschaften und Nationen verwandeln. Setzt die Gaben [des Heiligen Geistes] frei! Lasst Weisheit, Stärke, Gottesfurcht und Frömmigkeit die Zeichen Eurer Grösse sein!
Ansprache bei Gebetsvigil in Sydney, 19. Juli 2008



Gebt Gott Raum in euch
Der Heilige Geist, der Botschafter der göttlichen Liebe, will in euren Herzen wohnen. Gebt ihm Raum in euch im Hören auf Gottes Wort, im Gebet und in Eurer Solidarität mit den Armen und Leidenden. Bringt den Geist des Friedens und der Versöhnung zu den Menschen. Gott, von dem alles Gute kommt, vollende jedes gute Werk, das Ihr zu seiner Ehre tut.
Ansprache bei Gebetsvigil in Sydney, 19. Juli 2008



Lasst Euch in die Liebe hineinziehen!
Was unseren Glauben ausmacht, ist nicht in erster Linie das, was wir tun, sondern das, was wir empfangen. Schliesslich mögen viele grossherzige Menschen, die nicht Christen sind, durchaus viel mehr leisten als wir. Freunde, akzeptiert Ihr, in Gottes trinitarisches Leben hineingezogen zu werden? Akzeptiert Ihr, in seine Gemeinschaft der Liebe hineingezogen zu werden?
Ansprache bei Gebetsvigil in Sydney, 19. Juli 2008



Dank des Heiligen Vaters
"Vergelt's Gott!" sage ich nochmals allen, die mich mit ihren Gebeten auf meiner Reise zum Weltjugendtag nach Sydney begleitet haben. Dort durfte ich erneut mit Freude erfahren, wie sich junge Menschen aus der ganzen Welt von Christus ansprechen liessen. Jesus Christus will, dass wir authentisch sind und uns vorbehaltlos auf ihn einlassen. Wenn wir in dieser Haltung das Wort Gottes in uns aufnehmen, wird uns der Herr zu Boten seiner Liebe und seines Friedens machen. Der Heilige Geist gebe uns allen die Kraft, Gutes zu tun.
Angelus, 27. Juli 2008



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Bei Gott Lieben lernen
Der Geist bringt uns innerlich in Beziehung zu Gott, in dem die Quelle allen echten menschlichen Reichtums liegt. Ihr alle strebt danach, zu lieben und geliebt zu werden! Ihr müsst euch Gott zuwenden, um lieben zu lernen und die Kraft zum Lieben zu haben. Der Geist, der Liebe ist, vermag eure Herzen für den Empfang echter Liebe zu öffnen.
Gebetsvigil mit den Jugendlichen in Paris, 12. September 2008

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